Übersetzungsgerechtes schreiben: So senken Sie Übersetzungskosten von Anfang an
In Kürze: Übersetzungsgerechtes Schreiben bedeutet, Texte so zu verfassen, dass sie sich leicht und kostengünstig in andere Sprachen übertragen lassen – durch klare Sprache, konsistente Terminologie und einfache Satzstrukturen. Wie viel das tatsächlich bringt, hängt zusätzlich davon ab, welche Übersetzungsstrategie Sie fahren: reine Machine Translation, Machine Translation mit internem Post-Editing, Machine Translation mit Post-Editing durch einen Dienstleister – oder klassische, rein menschliche Übersetzung über einen Sprachdienstleister. Das XML-Redaktionssystem COSIMA deckt alle vier Fälle ab.
In einer globalisierten Welt, in der Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen international anbieten, ist die Erstellung von mehrsprachigem Content unerlässlich. Doch die Übersetzungskosten können schnell in die Höhe schießen, wenn der Originaltext nicht übersetzungsgerecht verfasst ist. Übersetzungsgerechtes Schreiben bedeutet, Texte so zu gestalten, dass sie leicht und kosteneffizient in andere Sprachen übertragen werden können. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und die Einhaltung bestimmter Schreibregeln, die den Übersetzungsprozess vereinfachen und beschleunigen. Durch die Optimierung der Texte für die Übersetzung können Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Qualität und Konsistenz ihrer internationalen Kommunikation verbessern.
Was bedeutet übersetzungsgerechtes Schreiben?
Übersetzungsgerechtes Schreiben bezieht sich auf die Praxis, Texte so zu verfassen, dass sie einfach und effizient in andere Sprachen übersetzt werden können. Dies beinhaltet die Verwendung klarer und präziser Sprache, die Vermeidung von kulturell spezifischen Ausdrücken und die Konsistenz in der Terminologie. Eine klare Struktur und einfache Satzkonstruktionen sind ebenfalls entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und den Übersetzungsaufwand zu minimieren.
Ein wichtiger Aspekt des übersetzungsgerechten Schreibens ist das Terminologiemanagement. Durch die konsistente Verwendung von Fachbegriffen und die Erstellung eines Glossars können Übersetzer schneller arbeiten und die Qualität der Übersetzungen verbessern. Gerade in der Technischen Dokumentation, wo Präzision und Konsistenz über mehrere Produktvarianten und Sprachen hinweg entscheidend sind, zahlt sich das direkt aus.
Wie senkt man Übersetzungskosten durch gutes Schreiben?
Um Übersetzungskosten zu senken, ist es wichtig, bereits beim Schreiben des Originaltextes einige Grundprinzipien zu beachten. Dazu gehört die Verwendung kurzer und einfacher Sätze, die leicht verständlich sind. Lange und komplexe Satzstrukturen erhöhen nicht nur die Übersetzungszeit, sondern auch das Risiko von Fehlern. Klare und präzise Formulierungen helfen, den Text verständlicher zu machen und die Übersetzungsqualität zu steigern.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Idiomen und kulturell spezifischen Ausdrücken, die in anderen Sprachen möglicherweise nicht existieren oder missverstanden werden können. Stattdessen sollten neutrale Formulierungen verwendet werden, die universell verständlich sind. So können Übersetzer den Text schneller und genauer übertragen, was die Kosten senkt.
Welche Übersetzungsstrategie passt zu welchem Text?
Wie stark sich übersetzungsgerechtes Schreiben finanziell auszahlt, hängt auch davon ab, welche Übersetzungsstrategie für den jeweiligen Inhalt überhaupt sinnvoll ist. Nicht jeder Text braucht denselben Grad an Sorgfalt – und nicht jeder Text darf ihn sich leisten. In der Praxis lassen sich grob drei Fälle unterscheiden:
Zeit und Kosten sind kritischer als sprachliche Feinheit. Reine Machine Translation, ohne manuelles Post-Editing, reicht zum Beispiel dann aus, wenn ein Servicetechniker morgen vor Ort ist und schnell eine verständliche Übersetzung braucht, oder wenn eine Auslandsniederlassung ohnehin nochmal redaktionell über den Text geht. Hier zählt Schnelligkeit und ein niedriger Preis, die Übersetzung muss „gut genug“ für ihren Zweck sein – kein Bereich, in dem Haftungsrisiken entstehen.
Sprachkompetenz und Kapazität sind im Haus vorhanden. Hier lohnt sich Machine Translation mit anschließendem Post-Editing durch eigene Mitarbeitende aus Redaktion, Fachabteilungen oder Auslandsniederlassungen – etwa bei einer Software-Dokumentation, die intern noch fachlich geprüft werden soll.
Weder Kapazität noch Sprachkompetenz sind vorhanden. Für rechtssichere Technische Dokumentation, bei der die Haftung eine Rolle spielt, braucht es Machine Translation mit Post-Editing durch einen professionellen Übersetzungsdienstleister, der die Haftung für die fertige Übersetzung übernimmt.
Machine Translation kommt nicht infrage. Manche Unternehmen setzen bewusst weiterhin auf rein menschliche Übersetzung, etwa aufgrund bestehender Sprachdienstleister-Beziehungen, vertraglicher Vorgaben oder weil bestimmte Inhalte (noch) nicht maschinell übersetzt werden sollen. Auch das bleibt möglich: COSIMA erstellt Übersetzungspakete für fehlende oder veraltete Inhalte und übergibt sie über etablierte Schnittstellen wie COTI oder Across an Sprachdienstleister, unabhängig von Machine Translation.
Die ersten drei Anwendungsfälle deckt der DOCUFY Translation Service in COSIMA ab – von der schnellen Übersetzung ohne Post-Editing bis zur qualitätsgesicherten Übersetzung mit externem Dienstleister, alles direkt aus dem Redaktionssystem heraus, ohne Systemwechsel oder Export. Rechtlich abgesichert läuft der Service dabei in Microsoft Azure in der EU: Jeder Kunde erhält einen eigenen Mandanten, und die eingebundenen Machine-Translation-Anbieter wie DeepL sichern vertraglich DSGVO-konforme Datenverarbeitung zu. Inhalte werden ausschließlich für den jeweiligen Übersetzungsvorgang verwendet, nicht gespeichert und nicht zum Training von KI-Modellen genutzt.
Tipps für übersetzungsgerechte Texte
Um Texte übersetzungsgerecht zu gestalten, sollten Autoren einige bewährte Praktiken beachten. Erstens ist es wichtig, eine konsistente Terminologie zu verwenden. Dies kann durch die Erstellung eines unternehmensweiten Glossars unterstützt werden, das Übersetzern als Referenz dient. Zweitens sollten Autoren darauf achten, Fachbegriffe und Abkürzungen zu erklären, um Missverständnisse zu vermeiden.
Darüber hinaus sollten Autoren darauf achten, dass der Text eine logische Struktur hat: Überschriften und Absätze sollten klar voneinander abgegrenzt sein, um den Lesefluss zu erleichtern. Eine gut strukturierte Gliederung hilft nicht nur den Übersetzern, sondern verbessert auch die Lesbarkeit des Originaltextes.
Ein oft unterschätzter Hebel ist das Translation Memory: Einmal freigegebene Übersetzungen von Text-Segmenten werden dort gespeichert und bei künftigen Übersetzungsaufträgen automatisch wiederverwendet. Wer also konsistent formuliert und wiederkehrende Textbausteine nicht ständig neu erfindet, sorgt dafür, dass das Translation Memory mit der Zeit immer mehr Aufwand abnimmt. Der Post-Editing-Aufwand sinkt spürbar, je öfter ähnliche Inhalte übersetzt werden.
Die Rolle von Terminologie und Stil bei der Übersetzung
Terminologie und Stil spielen eine entscheidende Rolle bei der Übersetzung. Eine konsistente Terminologie stellt sicher, dass Fachbegriffe in allen Sprachen einheitlich verwendet werden, was die Verständlichkeit und Professionalität der Texte erhöht. Ein einheitlicher Stil hilft zudem, die Markenidentität über verschiedene Märkte hinweg zu wahren.
Ein gut definierter Styleguide kann Übersetzern helfen, den gewünschten Ton und die Ansprache zu treffen. In der Technischen Dokumentation zählt dabei weniger die Markenbotschaft als die Eindeutigkeit: Ein einheitlicher Stil sorgt dafür, dass etwa Sicherheitshinweise, Handlungsanweisungen oder Warnhinweise in jeder Sprache gleich klar und rechtssicher formuliert sind. Mehrdeutigkeit ist hier kein stilistisches, sondern ein Haftungsrisiko. Durch die frühzeitige Festlegung von Stil und Terminologie können Unternehmen die Übersetzungsqualität verbessern und die Kosten senken.
Auch die Qualitätssicherung endet nicht mit der maschinellen Übersetzung: Fachliche und sprachliche Prüfung der übersetzten Inhalte lassen sich direkt über den COSIMA Review Client abbilden: Fachexperten aus der jeweiligen Sprachregion prüfen und geben frei, ohne dass die Redaktion den Überblick über offene Freigaben verliert.
Content für internationale Märkte vorbereiten
Die Vorbereitung von Content für internationale Märkte erfordert eine sorgfältige Planung und Strategie. Zunächst sollten Unternehmen eine Zielgruppenanalyse durchführen, um die spezifischen Bedürfnisse und Erwartungen der internationalen Kunden zu verstehen. Dies hilft, den Content entsprechend anzupassen und relevanter zu gestalten.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die frühzeitige Einplanung der Lokalisierung. Dies bedeutet, dass kulturelle Unterschiede und regionale Besonderheiten bereits beim Schreiben des Originaltextes berücksichtigt werden. Durch die Integration von Lokalisierungsstrategien in den Schreibprozess können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Inhalte weltweit effektiv kommuniziert werden.
FAQ zum Thema übersetzungsgerechtes Schreiben
Was bedeutet übersetzungsgerechtes Schreiben?
Übersetzungsgerechtes Schreiben bezieht sich auf die Praxis, Texte so zu verfassen, dass sie einfach und effizient in andere Sprachen übersetzt werden können. Dies beinhaltet die Verwendung klarer Sprache, konsistenter Terminologie und einfacher Satzstrukturen, um den Übersetzungsprozess zu erleichtern und die Kosten zu senken.
Wie kann man Übersetzungskosten bereits beim Schreiben senken?
Übersetzungskosten können durch die Verwendung einfacher und klarer Sprache, die Vermeidung von Idiomen und kulturell spezifischen Ausdrücken sowie durch konsistente Terminologie gesenkt werden. Eine klare Struktur und das Erstellen eines Glossars tragen ebenfalls dazu bei, den Übersetzungsaufwand zu reduzieren.
Welche Textregeln machen Inhalte leichter übersetzbar?
Texte werden leichter übersetzbar, wenn sie kurze, prägnante Sätze enthalten und eine konsistente Terminologie verwenden. Die Vermeidung von komplexen Satzstrukturen und kulturell spezifischen Ausdrücken trägt ebenfalls dazu bei, den Übersetzungsprozess zu vereinfachen und die Qualität der Übersetzungen zu verbessern.
Reicht Machine Translation allein aus, oder braucht es immer Post-Editing?
Das hängt vom Verwendungszweck ab. Für zeitkritische oder folgenlose Inhalte – etwa eine Übersetzung, die ein Servicetechniker kurzfristig braucht – kann reine Machine Translation ohne Post-Editing ausreichen. Für rechtssichere technische Dokumentation empfiehlt sich Machine Translation mit anschließendem Post-Editing, entweder durch eigene Mitarbeitende mit Sprachkompetenz oder durch einen Übersetzungsdienstleister, der die Haftung übernimmt.
Welche Rolle spielen Terminologie und Stil bei der Übersetzung?
Terminologie und Stil sind entscheidend für die Konsistenz und Qualität von Übersetzungen. Eine einheitliche Terminologie stellt sicher, dass Fachbegriffe korrekt verwendet werden, während ein konsistenter Stil die Markenidentität über verschiedene Märkte hinweg wahrt. Beides trägt dazu bei, die Übersetzungsqualität zu erhöhen und Kosten zu senken.
Übersetzung direkt aus dem Redaktionssystem heraus. Erfahren Sie, wie der DOCUFY Translation Service Machine Translation, Translation Memory und Post-Editing-Workflows in COSIMA verbindet:
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