Cyber Resilience Act (CRA) einfach erklärt

Redaktionssystem COSIMA

Cyber Resilience Act: Das Wichtigste in Kürze

 

  • Der Cyber Resilience Act (CRA) ist eine EU-Verordnung für Produkte mit digitalen Elementen
  • Hersteller müssen Cybersicherheit über den gesamten Lebenszyklus sicherstellen
  • Dazu gehören Schwachstellenmanagement, Updates und Dokumentation
  • Strukturierte Produktinformationen werden zur Voraussetzung für Compliance

Die 4 Schritte zur CRA-Compliance

  1. Betroffenheit und Anforderungen analysieren

    Im ersten Schritt prüfen Unternehmen, welche Produkte unter den Cyber Resilience Act fallen und welche konkreten Anforderungen gelten. Dazu gehört die Identifikation aller betroffenen digitalen Komponenten sowie eine Bewertung bestehender Sicherheits- und Dokumentationsprozesse.
  2. Sicherheits- und Dokumentationsprozesse definieren

    Anschließend werden klare Prozesse für den Umgang mit sicherheitsrelevanten Themen festgelegt. Dazu zählen insbesondere Schwachstellenmanagement, Update-Strategien sowie die strukturierte Dokumentation aller Maßnahmen und Nachweise.
  3. Strukturierte Informationsbasis aufbauen

    Damit CRA-Anforderungen effizient erfüllt werden können, müssen Informationen zentral verfügbar, versioniert und konsistent strukturiert sein. In vielen Unternehmen zeigt sich hier, dass dokumentbasierte Ansätze an ihre Grenzen stoßen.
  4. Prozesse automatisieren und kontinuierlich verbessern

    Im letzten Schritt geht es darum, die definierten Prozesse skalierbar zu machen. Automatisierung, kontinuierliche Pflege und die Integration in bestehende Systemlandschaften sorgen dafür, dass Anforderungen langfristig effizient erfüllt werden können.

Was ist der Cyber Resilience Act (CRA)?

Der Cyber Resilience Act (CRA) ist eine EU-Verordnung, die verbindliche Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Komponenten festlegt.

Betroffen sind insbesondere:

  • Maschinen und Anlagen mit Software
    vernetzte Geräte (IoT)
    industrielle Steuerungen
    Software mit sicherheitsrelevanten Funktionen

Ziel ist es, Sicherheitsstandards europaweit zu vereinheitlichen und Risiken durch Cyberangriffe systematisch zu reduzieren.

Welche Anforderungen stellt der Cyber Resilience Act an Hersteller?

Der CRA verpflichtet Hersteller, Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu gewährleisten.

Dazu gehören insbesondere:

  • Secure by Design
    Sicherheitsaspekte müssen bereits in der Entwicklung berücksichtigt werden
    Schwachstellenmanagement
    Sicherheitslücken müssen erkannt, dokumentiert und behoben werden
    Updatefähigkeit
    Produkte müssen sicher aktualisiert werden können
    Dokumentationspflichten
    Sicherheitsmaßnahmen müssen nachvollziehbar belegt werden

Entscheidend ist dabei nicht nur die Umsetzung, sondern auch die Nachweisbarkeit.

Für welche Produkte gilt der Cyber Resilience Act?

Der CRA gilt für alle Produkte mit digitalen Elementen, die in der EU in Verkehr gebracht werden.

Dazu zählen u. a.:

  • vernetzte Maschinen und Anlagen
    industrielle Softwarelösungen
    IoT-Geräte
    eingebettete Systeme und Steuerungen

Ausnahmen gelten nur für wenige, klar definierte Produktgruppen.

Wann tritt der Cyber Resilience Act in Kraft?

Der Cyber Resilience Act tritt schrittweise in Kraft und wird voraussichtlich ab 2027 vollständig anwendbar sein.

Bereits vorher müssen Unternehmen beginnen, ihre Prozesse und Strukturen entsprechend auszurichten, da:

  • Anpassungen Zeit benötigen
    bestehende Systeme oft nicht ausreichend vorbereitet sind

Ist der Cyber Resilience Act bereits in Kraft?

Nein, der CRA ist noch nicht vollständig in Kraft.

Allerdings:

  • die Anforderungen sind bereits definiert
  • Unternehmen sollten jetzt mit der Umsetzung beginnen

Wer zu spät reagiert, riskiert hohe Anpassungskosten und Zeitdruck.

Ist der Cyber Resilience Act ein deutsches Gesetz?

Nein, der CRA ist eine EU-Verordnung.

Das bedeutet:

  • er gilt direkt in allen EU-Mitgliedstaaten
  • nationale Umsetzungsgesetze sind nicht erforderlich

Unternehmen in Deutschland sind daher unmittelbar betroffen.

Was bedeutet der Cyber Resilience Act für Unternehmen in der Praxis?

Der CRA verändert die Anforderungen an Produktentwicklung und Dokumentation grundlegend.

Unternehmen müssen künftig:

  • Sicherheitsmaßnahmen systematisch dokumentieren
  • Änderungen nachvollziehbar machen (Traceability)
  • Informationen über den gesamten Lebenszyklus verfügbar halten

Unternehmen müssen künftig Sicherheitsmaßnahmen systematisch dokumentieren und Risiken nachvollziehbar bewerten.

Gerade im Zusammenspiel mit Themen wie der Risikobeurteilung von Maschinen wird deutlich, wie wichtig strukturierte und konsistente Informationen sind.


Typische Herausforderungen

Viele Unternehmen stoßen dabei auf ähnliche Probleme:

  • Informationen liegen in Dokumenten statt strukturiert vor
  • Versionen und Änderungen sind schwer nachvollziehbar
  • Sicherheitsinformationen sind nicht zentral verfügbar
  • Prozesse sind zu stark manuell geprägt

Genau hier entstehen Risiken – sowohl operativ als auch regulatorisch.

Wie hängt der Cyber Resilience Act mit NIS-2 und dem Digitalen Produktpass zusammen?

Der CRA ist Teil eines größeren regulatorischen Rahmens.

CRA und NIS-2

  • NIS-2 richtet sich an Betreiber kritischer Infrastrukturen
  • CRA an Hersteller von Produkten

Gemeinsam fördern sie:

  • risikobasiertes Sicherheitsmanagement
  • Meldepflichten bei Vorfällen
  • strukturierte Prozesse
  • CRA und Digitaler Produktpass (DPP)
  • DPP fordert strukturierte Produktdaten
  • CRA fordert strukturierte Sicherheitsinformationen

Beide zeigen klar:

Unstrukturierte Dokumentation wird zum Risiko.

Mehr dazu im Bereich Digitaler Produktpass

Wie können Unternehmen CRA-Anforderungen effizient umsetzen?

Um CRA-Anforderungen zu erfüllen, benötigen Unternehmen vor allem eines: strukturierte Informationen.

Typische Erfolgsfaktoren sind:

  • Zentrale Datenhaltung
  • Alle relevanten Informationen an einem Ort
  • Versionierung und Traceability
  • Änderungen nachvollziehbar dokumentieren
  • Modularisierung von Inhalten
  • Informationen effizient wiederverwenden
  • Automatisierte Prozesse
  • Pflege, Updates und Publikation systematisch steuern

Eine Software für Technische Dokumentation schafft die Grundlage, um diese Anforderungen effizient umzusetzen.

Fazit

Der Cyber Resilience Act ist mehr als eine regulatorische Pflicht. Er zwingt Unternehmen dazu, ihre Produktinformationen strukturiert, nachvollziehbar und langfristig verfügbar zu machen. Unternehmen, die frühzeitig handeln, profitieren nicht nur bei der Compliance, sondern auch bei:

  • effizienteren Prozessen
  • besserer Datenqualität
  • höherer Skalierbarkeit

Das sagen unsere Kunden:

Zu den Projekten

Die Einführung von COSIMA von DOCUFY war für Siemens Healthineers ein Meilenstein. Das System erfüllt unsere Anforderungen an Validierbarkeit und Rückverfolgbarkeit im streng regulierten Medizinproduktumfeld. Es ermöglicht uns, die unverzichtbare Pflichtdokumentation für Medizinprodukte zu erstellen, ohne die eine Zulassung nicht möglich wäre.

Christian Deschner, Senior Key Expert und Product Manager
Siemens Healthineers

Für mein Team ist es eine große Erleichterung, dass diese aufwändige Maßarbeit jetzt vom DOCUFY Layouter übernommen wird. Sogar die große Herausforderung, die Betriebsanleitung in “Right-to-Left“ Schriften layoutkonform zu erstellen, konnten wir in enger Zusammenarbeit mit dem DOCUFY-Team hervorragend lösen.

Stefan Gobitz-Pfeifer, Abteilungsleiter Customer & Service Documentation
MAN Truck & Bus

Mit dieser Software können wir das Layout an verschiedene Anforderungen bei Bedarf anpassen. DOCUFY Layouter hat uns durch die bessere Seitengestaltung die Reduktion der Datenmenge und damit eine effizientere Ressourcennutzung ermöglicht.

Daria Walenczyk, Technische Redakteurin
Baumer hhs GmbH

Durch die Integration von Acrolinx in COSIMA sind die Dokumente in der Ausgangssprache konsistent, was auch die Qualität der Übersetzungen erhöht. Die Konsistenz der Dokumente über alle Produkte hinweg hat sich enorm verbessert.

Heiko Kern, Technischer Redakteur
Koenig & Bauer

Technische Dokumentation fit für neue Anforderungen machen

Der CRA zeigt: Strukturierte Informationen sind die Grundlage für sichere und zukunftsfähige Produkte. Erfahren Sie im Whitepaper, wie Sie Ihre Technische Dokumentation effizient, normkonform und skalierbar aufstellen.

Das nehmen Sie konkret mit:

  • Wie Sie Ihre Dokumentation strukturiert und modular aufbauen
  • Wie Sie Varianten und Mehrsprachigkeit effizient beherrschen
  • Wie Sie Prozesse automatisieren und Kosten nachhaltig senken

Whitepaper lesen

Mockup-open-Whitepaper-Fallstudien-COSIMA

Welche Rolle spielt Software beim Cyber Resilience Act?

Die Anforderungen des Cyber Resilience Act lassen sich in der Praxis nur schwer mit manuellen oder dokumentbasierten Ansätzen erfüllen.

Viele Unternehmen arbeiten heute noch mit isolierten Tools und Dokumenten. Für die neuen Anforderungen reicht das jedoch oft nicht mehr aus.

Warum klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen

Ohne systematische Unterstützung entstehen typische Probleme:

  • Sicherheitsinformationen sind verteilt und schwer auffindbar
  • Änderungen und Updates sind nicht sauber nachvollziehbar
  • Varianten und Versionen lassen sich nur mit hohem Aufwand pflegen
  • Nachweise für Behörden oder Kunden sind schwer zu erbringen

Was Software leisten muss

Um CRA-Anforderungen effizient umzusetzen, muss eine Lösung vor allem eines ermöglichen: strukturierte und nachvollziehbare Informationen.

Wichtige Funktionen sind dabei:

  • Zentrale Datenhaltung
  • Alle relevanten Informationen an einem Ort verfügbar
  • Versionierung und Traceability
  • Änderungen über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar
  • Modularisierung von Inhalten
  • Wiederverwendung und konsistente Pflege
  • Automatisierte Prozesse
  • Unterstützung bei Updates, Dokumentation und Publikation

Warum strukturierte Dokumentation zur Grundlage wird

Der CRA zeigt deutlich, dass Technische Dokumentation nicht mehr nur begleitend ist.

Sie wird zum zentralen Bestandteil von:

  • Compliance
  • Risikomanagement
  • Produktverantwortung

Unternehmen, die hier auf strukturierte Systeme setzen, schaffen die Grundlage für eine nachhaltige und skalierbare Umsetzung.

Einordnung: Vom Dokument zur strukturierten Informationsbasis

Viele Unternehmen stehen aktuell an einem Wendepunkt: Dokumentation wird vom statischen Dokument hin zu einer strukturierten Informationsbasis.

Lösungen wie XML-basierte Redaktionssysteme (z. B. COSIMA) schaffen dafür die Grundlage, indem sie Inhalte modular verwalten, versionieren und automatisiert bereitstellen.

Dadurch wird es möglich, regulatorische Anforderungen wie den CRA nicht nur zu erfüllen, sondern dauerhaft effizient zu managen.

 Von CRA-Anforderungen zur strukturierten Umsetzung

 

Die Anforderungen des Cyber Resilience Act sind komplex – vor allem, wenn bestehende Prozesse, Systeme und Dokumentationsstrukturen angepasst werden müssen.

Wir unterstützen Sie dabei, CRA-Vorgaben konkret einzuordnen und in Ihrer Organisation umsetzbar zu machen.

Persönliche Beratung

FAQ zum CRA

 

  • Der Cyber Resilience Act (CRA) ist eine EU-Verordnung, die verbindliche Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen festlegt. Ziel ist es, Sicherheitsstandards zu vereinheitlichen und Risiken durch Cyberangriffe zu reduzieren.

  • Der Cyber Resilience Act wird schrittweise eingeführt und soll voraussichtlich ab 2027 vollständig gelten. Unternehmen sollten jedoch frühzeitig mit der Umsetzung beginnen, da Anpassungen an Prozessen und Systemen Zeit benötigen.

  • Der CRA gilt für alle Produkte mit digitalen Elementen, die in der EU in Verkehr gebracht werden. Dazu zählen unter anderem vernetzte Maschinen, industrielle Software, IoT-Geräte und eingebettete Systeme.

  • Nein, der Cyber Resilience Act ist eine EU-Verordnung. Das bedeutet, dass er direkt in allen EU-Mitgliedstaaten gilt, ohne dass nationale Umsetzungsgesetze erforderlich sind.

  • Unternehmen müssen künftig sicherstellen, dass ihre Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg sicher sind. Dazu gehören unter anderem Schwachstellenmanagement, Updatefähigkeit und die nachvollziehbare Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Maßnahmen.

!NEW! JUNOfy DOCUFY Karriere – Jetzt bewerben

DOCUFY Mitgliedschaften

Kununu Top Company 2025
Familienpakt Bayern
Tisax
TÜV Süd ISO 9001